Coronavirus

Alles auf Abstand

Mit großer Freude und Dankbarkeit für die wiedererlangte Möglichkeit feierten wir Gottesdienst am Sonntag Cantate. An diesem Tage entgegen der Aufforderung im Namen nicht gemeinsam singen zu dürfen, trübte die Freude nur etwas – Pfr. Hoffmann sang aus der Tiefe des Altarraumes zur Orgelbegleitung von Heiko Spies. Von den 46 markierten Plätzen waren 31 besetzt  – alles auf Abstand und mit Maske. Auf bereitgelegten Karten notierte jeder Name, Telefonnummer und Sitzplatznummer, diese wurden in eine Liste übertragen, um bei einer Ansteckung die Infektionskette zu verfolgen. Gesangbücher müssen mitgebracht werden. Haben Sie kein eigenes Gesangbuch, können Sie eines bei Pfr. Hoffmann erwerben (es gibt die Großausgabe wie in der Kirche und auch eine Taschenausgabe).  Weiter geht es jetzt jeden Sonntag zur gewohnten Zeit um 10 Uhr – zu Christi Himmelfahrt in den Weinbergen am Leckbarthäuschen und am Pfingstmontag auf der Wiese am Weingut Schauf.

Haben Sie kein eigenes Gesangbuch, können Sie eines bei Pfr. Hoffmann erwerben (es gibt die Großausgabe wie in der Kirche und auch eine Taschenausgabe).

Kirchen und persönliches Gebet?
Die Kirche ist täglich von 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Im Eingang liegt das Fürbitt-Buch aus. Wir nehmen die Bitten jeden Tag um 19:30 mit ins ökumenische Abendgebet, zu dem die Glocken beider Kirchen läuten.

Taufen und Trauungen?
Auch Taufen und Trauungen in Gottesdiensten können zurzeit nicht stattfinden. Die Kirchenleitung weist darauf hin, dass in besonderen Notsituationen Taufen auch im häuslichen Rahmen möglich sind.

Bestattungen?
Bei Bestattungen ist den Regelungen der örtlichen Behörden zu folgen. Zurzeit soll darauf hingewirkt werden, dass auf jeden Fall eine Bestattung in sehr kleinem Rahmen im Freien am offenen Grab stattfinden kann, sofern nicht besondere Gründe entgegenstehen.

 Schmerzliche Einschnitte
Der Kirchenleitung ist bewusst, dass dies alles sehr schmerzlich ist. Sie hält aber die  Verbote aus Gründen der gegenseitigen Sorge füreinander derzeit für unumgänglich. Abstand voneinander ist jetzt das Gebot der Stunde.

Andere Formen suchen
Dies bedeutet zugleich, nach anderen Formen zu suchen, einander beizustehen und um Kraft aus der Botschaft des Evangeliums zu bitten. Sie rät dazu, im häuslichen Rahmen an Gottesdiensten und Andachten teilzunehmen, die im Rundfunk, Fernsehen und auch im Internet übertragen werden beziehungsweise auf Abruf zur Verfügung stehen. 

Geistliche Herausforderung
Die Corona-Pandemie ist eine große Belastung für viele Menschen, für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt. Die große Infektionsgefahr zwingt uns zu sehr schmerzlichen Maßnahmen.  Uns liegt normalerweise daran, Menschen so zusammenzubringen, dass sie miteinander gestärkt werden – durch das Hören auf Gottes Wort, durch Gesang, Gebet, Gespräch und darin, dass sie aneinander Anteil nehmen und sich gegenseitig unterstützen. Jetzt ist es geboten, vielfach Abstand voneinander zu halten, wo es doch gerade in solchen Zeiten auch schützende und anteilnehmende Gemeinschaft braucht. Es geht deshalb auch darum, die Notwendigkeit, dass wir einander schützen, als gemeinschaftliches Handeln zu begreifen, mit dem wir uns umeinander sorgen. Und es geht darum, auch in den Zeiten des Abstands voneinander, Formen zu suchen und zu pflegen, in denen wir miteinander Halt und Kraft im Evangelium finden.

Nächstenliebe ist und bleibt unser Maßstab.